Exit State Profiles
Ein Exit State Profile beschreibt, welche Exit States von einem Submitted Entity erreicht werden können. Außerdem gibt das Exit State Profile an, ob ein Submit- ted Entity seinen Exit State noch wechseln kann oder ob der Exit State endgültig (FINAL) ist.
Jedes Submitted Entity kann sich mit verschiedenen Exit States beenden. Die Menge aller gültigen Exit States eines Submitted Entities wird mit einem Exit State Profile beschrieben. In dieser Beschreibung wird auch die Präferenz eines Exit States festgelegt, die innerhalb einer hierarchischen Ablaufstruktur wichtig ist, um für ein übergeordnetes Element den korrekten Exit State zu bestimmen. Dabei gewinnt der Exit State mit der höchsten Präferenz.
Im Editor lassen sich die zu einem Profile gehörenden Exit States definieren und mit Eigenschaften (Type, Unreachable, Broken, Preference) versehen. Exit State Profile dürfen nur von Benutzern, welche Mitglied der Gruppe ”AD- MIN” oder einer anderen Gruppe mit dem ”manage exit state profile” Privileg sind, editiert werden. Für alle anderen Benutzer sind alle Eingabefelder ”read only”.

Die obigen Felder haben folgende Bedeutung:
ID
Systemeindeutige Nummer zur Identifikation des Objektes
Name
Eindeutiger Name des Exit State Profils. Dieser Name kann frei gewählt werden. Wenn Sie den Namen eines bestehenden Exit State Profils ändern, können Sie auch mit Klonen eine Kopie des Exit State Mappings anlegen.
Standard Exit Status Abbildung
Hier können Sie aus der Liste der vorhandenen Exit Status Abbildungen Ihren gewünschten Standard auswählen.
Verschieben
Mit den Schaltflächen können Sie die Präferenzen der einzelnen Exit States über deren Position festlegen. Eine höhere Position bedeutet eine höhere Präferenz. Bei der Ermittlung des resultierenden Exit State eines Submitted Entities, wird aus der Liste der Exit States der Kinder und des eigenen Exit States der Exit State mit höchster Präferenz gewählt. Dabei wird ein Exit State nur dann berücksichtigt, wenn der Exit State im Exit State Profile des übergeordneten Ausführungsobjektes (Parent) vorhanden ist oder der State mittels einer Exit State Translation nach einem Exit State des übergeordnetend Ausführungsobjektes übersetzt wird.
Beispiel: Ein Batch hat drei untergeordnete Kinder-Jobs. Der Batch soll genau dann einen Fehler anzeigen, wenn mindestens eines seiner Kinder einen Fehler meldet. Das bedeutet, der Status FAILURE muss in der Reihenfolge vor SUCCESS kommen. In der Regel wird der SUCCESS Status die niedrigste Priorität haben, Warnungen haben höhere Priorität und Fehler-States die höchste Priorität. Wird ein leerer Batch (ein Batch ohne Kinder) FINAL, so gibt es keinen Exit State, aus dem der FINAL Exit State des Batches ermittelt werden kann. In diesem Fall wird der Exit des Exit State Profiles verwendet, welcher die niedrigste Präferenz hat. Dies ist im allgemeinen SUCCESS. Dabei wird versucht einen FINAL State, welcher nicht der UNREACHABLE State ist zu verwenden, falls ein solcher existiert.
Exit Status Definition
Mit der Schaltfläche Wählen können Sie aus der Liste der vorhandenen Exit State Mappings auswählen, welches standardmäßig in Zusammenhang mit dem Exit State Profile verwendet wird, solange kein anderes Mapping in der Job Definition angegeben wird. Ein Exit State Mapping dient der Übersetzung von numerischen Exit Codes zu Exit States.
Für jeden dieser Exit States muss im Profile ein Eintrag vorhanden sein. Jedoch nicht alle Exit States eines Exit State Profiles müssen über das Mapping erreichbar sein.
Typ
Jedem Exit State kann einer von drei Typen zugewiesen werden: FINAL, RESTARTABLE und PENDING. Hat ein Ablaufobjekt einen Final State erreicht, kann der Exit State nicht mehr geändert werden. Das Ergebnis ist endgültig. Abhängigkeiten zwischen Jobs und Batches können nur auf solchen FINAL Exit States aufbauen. Soll ein Ablaufobjekt nach seiner Ausführung nochmals gestartet werden können, z. B. weil ein Fehler aufgetreten war, so muss der Exit State vom Typ RESTARTABLE sein.
PENDING beschreibt einen State-Typ, der es ermöglicht, den endgültigen State von außerhalb über das API zu setzen. Ein Ablaufobjekt, das in einem PENDING State steht, kann weder neu gestartet werden, noch werden dadurch irgendwelche Abhängigkeiten erfüllt.
Ein Beispiel für die Anwendung von PENDING: Ein Job sendet einem Mitarbeiter eine E-Mail und bittet um Freigabe eines Ergebnisses. Nach dem Versenden der E-Mail beendet sich der Job mit einem PENDING State. Der Mitarbeiter kann nun den State manuell auf FINAL setzen. Alternativ kann ein Prozess, der die Antwort-E-Mail auswertet, die Statusänderung vornehmen. Erst nachdem der State FINAL ist, können abhängige Ablaufobjekte anlaufen.
Unerreichbar
Maximal ein Exit State in der Liste darf als Unreachable markiert sein. Dieser Exit State wird gesetzt, wenn ein Job innerhalb eines Ablaufs nicht mehr zur Ausführung kommen kann, weil die Abhängigkeiten nicht mehr erfüllt werden können. Der Status wird nicht angenommen, wenn ein oder mehrere Vorgänger gecancelt wurden. Gerade weil hier ein manueller Eingriff vorgenommen wurde, müssen auch die Folgen des Eingriffs manuell behandelt werden. Der Unerreichbare Status muss vom Typ FINAL sein.
Deaktiviert
Maximal ein Exit Status in der Liste darf als Deaktiviert markiert sein. Dieser Exit Status wird gesetzt, wenn ein Job disabled wird und deshalb nicht zur Ausführung kommt. Ist kein Disabled State gesetzt, so wird der der FINAL State mit der niedrigsten Präferenz verwendet, der (falls vorhanden) nicht als UNREACHABLE State gesetzt wurde. Der Disabled State muss vom Typ FINAL sein.
Defekt
Maximal ein Exit Status in der Liste darf als Broken Status markiert sein. Dieser Status wird gesetzt, wenn ein Job aufgrund eines Fehlers in ein Error Status versetzt wurde. Ein solcher Fehler tritt z. B. dann auf, wenn das Run Program nicht gestartet werden kann. Der Error Status muss ein RESTARTABLE Status sein. Durch Verwendung des Defekt Flags kann mittels eines Triggers automatisch auf solche Fehlersituationen reagiert werden.
Standard Batch
Ein finaler Exit State in der Liste darf als Standard Batch gekennzeichnet werden. Dieser State wird gesetzt, wenn ein Batch oder Milestone mit diesem Profil keine Kinder hat, also auch keinen definierten Exit Status hat. Ist kein Standard Batch gesetzt, so wird der Status mit der niedrigsten Präferenz verwendet, der (falls vorhanden) nicht als UNREACHABLE Status gesetzt wurde.
Standard Abhängigkeit
Ein oder mehrere finale Exit Status können als Standard Abhängigkeit gekennzeichnet werden. Wird eine Abhängigkeit zwischen Batches bzw. Jobs oder Milestones mit der Status Auswahl DEFAULT angelegt, so erfüllen die als Standard Abhängigkeit markierten Exit Status des Profiles die Abhängigkeitsbedingung bzgl. des Exit Status.
Löschen
Löscht die jeweilige Zeile aus der Tabelle.
Kommentare
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